Knut Siewert Dr. Ralf K. Himmelreicher Michaela Butz

Nassersche Kunstliebhaber haben das Wort

Meinen ersten Nasser bekam ich vor über 20 Jahren geschenkt: ein kahler Wald mit abgestorbenen Bäumen. Es war eine Zeichnung mit schwarzer Tusche, Blau- und Brauntöne hatte Rainer mit einem Radiergummi herausgearbeitet. Bei meinem Umzug von Crailsheim nach Berlin hatte ich nicht viel Gepäck, der Wald war aber dabei. Dann wuchs der Abstand zu Crailsheim, das Frühwerk landete irgendwann in einer Neuköllner Papiertonne. Ende der 80er, Anfang der 90er waren für mich andere Farben und Bilder angesagt, Rainers Kunst war und ist ja nicht leicht und unbeschwert.

Heute, zurück in Crailsheim, habe ich Nassersche Kunst in meinem Büro. Ich betrachte sie mehrmals täglich, und sie erinnert mich daran, dass auch ich bei meiner Arbeit mit Menschen versuchen sollte, Wertvolles, Einzigartiges zu schaffen.

Schon oft sind übrigens Geprächspartner um meinen Schreibtisch herumgegangen und haben die Sachen näher betrachtet. Ein einfaches und oberflächliches „Schön“ hat dabei noch niemand fallen lassen.

Michaela Butz, Büro im „Seniorenpark am Kreuzberg“, Crailsheim

Kontakt Impressum Bewertung